Amek/TAC Racking Projekt

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Moderator: kubi

jensenmann
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Amek/TAC Racking Projekt

Beitrag von jensenmann »

Ich habe für mein Amek M2500 Studiopult vor einiger Zeit ein anderes Pult mit gleichen Knöpfen als Ersatzteilspender gekauft. Das Opfer ist ein TAC 16/8 FB, also ein Monitorpult für den Live-Einsatz, was heutzutage eh keiner mehr braucht. Ausser den Knöpfen benötige ich davon eigentlich nichts und könnte es somit zerlegen und in Einzelteilen abgeben. Das coole an diesem "Billig"pult ist, dass die Schaltung 1:1 von den großen Amekpulten übernommen wurde. Der Mikrofonpreamp ist die Broadcastversion des M2500 Preamp, also Sowter Eingangseisen in NE5534 (siehe SSL4k, MCI, Focusrite ISA, und anderen Pulten der Ära Ende 70er/Anfang 80er), während der EQ baugleich mit dem Amek Angela EQ ist, den ich mal echt klasse finde. Beim EQ fehlt im Vergleich zur Angela nur die Frequenzumschaltung der Shelving Bänder, was man aber nachrüsten kann. Ebenso kann eine Güteumschaltung für die Mittenbänder nachgerüstet werden. Ich habe alle notwendigen Schaltpläne da, um das zu moderieren. Da ich mit Modifikationen oder Upgrades bei Pulten ganz fit bin, könnte man auch in dieser Richtung etwas anleiern.

Die TAC Channelstrips könnte man also für ein durchaus vielversprechendes Racking Projekt einsetzen.

Die Nachteile:
- Das Pult ist nicht modular, d.h. es gibt kein Frontpanel, das mit den Kanalplatinen mitkäme. Das Frontpanel muss also komplett neu gemacht werden. Aber das ist ja nichts Neues. Sowas haben wir schon öfter gemacht. Frank wird uns sicher beistehen. Ich könnte mir auch vorstellen das originale Frontblech an Frank zu schicken, damit der die Beschriftung 1:1 kopieren kann - wenn er das will.
- Das Spenderpult wurde benutzt und ist wirklich so alt wie oben erwähnt. D.h. es müsste recapped und ggf die Schalter ausgetauscht werden. Das könnte ich für Faule gegen einen kleinen Unkostenbeitrag übernehmen.
- Die Kanäle haben einen asymmetrischen Line Eingang. Wer neben dem Mikrofoneingang die Teile auch mit Linesignalen nutzen will und Wert auf symmetrisch legt, der müsste entweder einen Lineeingangstafo oder eine Desymmetrierplatine installieren, wie sie es u.a. bei Gustav (pcbgrinder.com) gibt. Den Ausgang kann man stressfrei impedanzsymmetrieren, oder auch wieder ein Gustav´sche Symmetrierverstärkerplatine dazubauen.

Wenn es genügend Interessenten gäbe, könnte ich die Kanalzüge für 40€/Stk abgeben und wäre ab 13 verkauften Kanälen unkostenfrei. Man beachte bei meiner Preisgestaltung die aktuellen Neupreise bei Sowter ;-). Ich werde diesbezüglich einen Thread im Schwarzmarkt aufmachen.

Der Thread hier dient zur Doku, um von der Restauration der Züge eine Anleitung mit Fotos zu machen. Ebenso werden hier Modifikationsmöglichkeiten veröffentlicht werden.

Die Schaltungen laufen mit +/-17,5V, sowie 48V für die Phantomspeisung. Man kann getrost +/-18V reinschicken, da die Spannungen durch Einkoppeldioden abgetrennt sind, die ca 0,6V Spannungsabfall haben. Dadurch kann man auch sehr einfach Netzteile mit 7818 und 7918 Reglern lochrastern. Falls jemand ganz dringend sehr viele Kanäle haben will, gibt es das Originalnetzteil (19", 4HE) mit dazu (welches aber auch überholt werden muß!). Ansonsten bekommt man Netzteilplatinen bei Volker (silent:arts). Er hat so viele davon, dass er sie sogar verkaufen muss. Wenn wir ihm gut zureden gibt es auch Relaisbypassplatinen - behaupte ich mal ganz frech ...

Edit: aktualisiert
Zuletzt geändert von jensenmann am Di Mär 24, 2015 8:10 pm, insgesamt 4-mal geändert.
Jens

TVPstudio
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Re: Amek/TAC Racking Projekt

Beitrag von TVPstudio »

Egal ob ich das skillmäßig hinkriege oder nicht, ich bin bei einem channel auf jeden fall dabei.

Evtl auch zwei (je nach finanzieller situation des armen audiostudenten ;) ), aber einer ist sicher!


lg

jensenmann
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Re: Amek/TAC Racking Projekt

Beitrag von jensenmann »

Morgen zerlege ich voraussichtlich das Pult, je nach verfügbarer Zeit.
Jens

jensenmann
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Re: Amek/TAC Racking Projekt

Beitrag von jensenmann »

Es gibt erste Fotos...

Auf den ersten Blick ist das Platinenkürzen recht einfach möglich. Wenn man auf den Busanschluß verzichten will kann man die Platine auf 33cm kürzen. Das passt also quer in ein 19" Gehäuse rein.
Zuletzt geändert von jensenmann am Mo Mär 23, 2015 1:01 pm, insgesamt 1-mal geändert.
Jens

jensenmann
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Re: Amek/TAC Racking Projekt

Beitrag von jensenmann »

Hier mal ein Versuch mit so nem Upload Service.

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Man beachte die lustige grüne Konstruktion, die die Kanalzüge festhält. Das war Holz ;-)


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Das runde Ding ist der Eingangstrafo. Der Line Eingang ist asymmetrisch, wie oben schon erwähnt. Die Klinkenbuchse habe ich einfach dranhängen lassen. Hier könnte man mit einem 10k:10k Eisen oder einem Desymmetrierverstärker nachbessern.

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Hier ist der Bereich des EQ ud ein Teil der Auxe zu sehen. Die Einkoppeldiode der Versorgungsspannung und den blauen 100uF axial Elko links müsste man nach dem Absägen woanders einbauen.

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Hier die Auxe. Die Schalter ganz unten werden nicht benötigt (PFL und Mute)


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Die Busplatine


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Und hier noch der Einspeisepunkt der Spannungsversorgung auf die Busplatine in der Mastersektion.
Jens

jensenmann
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Re: Amek/TAC Racking Projekt

Beitrag von jensenmann »

Jetzt geht das los mit Teil 1: Platine zerschnippeln und die Spannungsversorgung der Platine wieder herstellen.

Wir schneiden eine Platine ab:
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Danach das Poti auslöten und den Chip rausnehmen. Beides schön aufbewahren, das wird mal sehr viel wert sein. Vintage NE5534, leckerschmecker.
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Wir löten den MKT aus, den können wir recyclen. Die restlichen Bauteile um den Aux-Verstärker können in den Müll.
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Anschließend löten wir die auf dem Platinenrest verbliebene Diode aus, denn jetzt müsssen wir die Spannungsversorgung der "neuen" Platine reparieren. Dazu löten wir das grüne Kabel ab.
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Jetzt verbinden wir die durch den Schnitt aufgetrennte Masseverbindung der Platine wieder mit dem grünen Kabel.
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Hier wird die recycelte Diode wieder eingebaut. Auf die Polarität achten! Diese Diode schützt bei Netzteilfehlern die Platine.
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Mit einem Fuß der Diode basteln wir eine Lötbrücke. Dann werden die Anschlüsse auf der Platine beschriftet.
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Das blaue Siebelko auslöten und die Platine beschriften, wo der +Anschluß des Elkos sitzt. Jetzt kommen die Siebelkos der Spannungsversorgung rein. Alles ab 100uF/25V ist ok (dazu später mehr).
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Wir benötigen nochmal eine Lötbrücke, um die vorhandenen Löcher auf der Platine schön nutzen zu können.
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Um die Siebelkos auch langfristig für hochfrequente Störungen niederohmig zu machen löten wir auf der Platinenunterseite Bypasskondensatoren (zB: Wima MKS-2 0,1uF/63V oder Keramik, ab 0,01uF-0,1uF ist alles ok) parallel dazu. Auf dem Notizzettel ist die Schaltung zu sehen, die wir jetzt gebastelt haben.
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Jens

jensenmann
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Re: Amek/TAC Racking Projekt

Beitrag von jensenmann »

Nächster Schritt: Recappen

Zuerst die alten Elkos auslöten.
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Dann die neuen rein. Im Original sind es 6x 100uF/10V. Wer originalgetreu weitermachen will sollte diese Werte nehmen. Ich habe 4x 470uF/10V eingebaut. Das erweitert den Frequenzgang der Schaltung nach unten und verringert die Phasenverschiebung im Bassbereich. Nach meiner Erfahrung ist das eine große klangliche Verbesserung. Die Theorie dahinter könnt ihr in den Büchern von Douglas Self nachlesen. Im Original sind in Reihe mit dem Gainpoti zwei 100uF Elkos parallel geschaltet. Das ist VIEL zu wenig Kapazität. Ich habe hier 3900uF/10V eingebaut. Das ist der riesige Elko im Bild. Dadurch wird der Bassverlusst bei hohen Gainstellungen deutlich verringert.
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In die Position des zweiten Elkos für den Gainpoti habe ich einen 0,1uF Wima MKS2 eingebaut. Bypasskondensatoren mag ich. Das ist nicht Esoterikaudio, sondern wissenschaftlich fundiert, nachzulesen u.a. hier: "optimizing opamp performance" von Jerald Graeme (Burr Brown).
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Und alle anderen Elkos bekommen bei mir auch die Bypasskondensatorkur. Ihr müsst das nicht tun, im Original gab es die auch nicht.
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Jens

jensenmann
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Re: Amek/TAC Racking Projekt

Beitrag von jensenmann »

Kleine Fleißarbeit ohne Bilder:
Durch das jahrelange mechanische Betätigen von Potis und Schaltern brechen gerne deren Lötstellen aus. Bei jeder Restaurationsbaustelle sollten die daher alle nachgelötet werden.

Im nächsten Schritt modifiziere ich die Spannungsversorgung exemplarisch. Das ist nur nötig, wenn ihr andere, d.h. schnellere Operationsverstärker als die TL074 einbauen wollt. Wer den Originalsound mit den Original-ICs haben will kann diesen Schritt getrost weglassen.
Die beide 10nF Keramikkondensatoren kommen raus und stattdessen nochmals Elkos (ca 33uF-100uF/25V) rein. Anschließend werden auf der Platinenrückseite die beiden vorher ausgelöteten Keramikkondensatoren wieder parallel zu den Elkos gelötet. Damit haben wir die Versorgungsspannung direkt am Chip gepuffert, so dass die Eigeninduktivität der Spannungsversorgungsleiterbahnen auf Transienten weniger Auswirkungen haben. Die Keramikkondensatoren bilden einen HF-Kurzschluß gegen Masse und verhindern, dass der neue Chip (in meinem Fall ein TLE2074) durch kleine Schwankungen der Versorgungsspannungen zum Schwingen angeregt wird. Diese Maßnahme muß so nahe wie möglich an jedem Chip, der getauscht werden soll, durchgeführt werden. In diesem Beispiel ist es - wie erwähnt - exemplarisch für einen Chip, nämlich der, der direkt daneben sitzt, gemacht. Dieses IC bedient den Ausgang der Platine und muß in meiner Welt 600 Ohm Last pegelfest bedienen können. Das kann ein TL074 nicht, aber ein TLE2074 dafür sehr gut. Wollt ihr andere Chips auch tauschen, dann würde ich euch die gleiche Maßnahme an jedem anderen Chip empfehlen. Oder kauft euch ein ADT-Pult, da ist das schon alles richtig gemacht ;-)


Um diese Stelle geht es:
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Betriebsspannungen markieren nicht vergessen!
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Elkos rein:
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Keramik Cs rückseitig parallel zu den Elkos einlöten:
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EDIT: nachträglich noch ein paar Gedanken zu dem Opampupgrade. Im Original folgt dem TL074, der am EQ Ausgang den Insert bedient, ein NE5534 als Insert-Puffer, mit welchem im weiteren Verlauf die Auxpotis angesteuert werden. Anstatt den TL074 durch einen stromstärkeren Chip zu ersetzen und die NE5534 Stufe auszubauen könnte man auch den TL074 drinlassen und den NE5534 als Ausgangtreiber nutzen. Dadurch würde man den Originalsound des Kanalzuges aufrechterhalten und hätte trotzdem einen hinreichend belastbaren Opamp am Ausgang. Diese Route werde ich im Moment nicht weiterverfolgen, da ich mit dem Beispielkanalzug jetzt schon viel zu weit bin. Falls jemand die originale Variante gerne in Bildern vorgeführt bekommen möchte kann ich das auch gerne an einem zweiten Kanal demonstrieren - vorausgesetzt der Interessent nimmt mir auch einen Kanal ab ;-) EDIT Ende
Zuletzt geändert von jensenmann am Mi Mär 25, 2015 7:05 pm, insgesamt 2-mal geändert.
Jens

Benny
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Re: Amek/TAC Racking Projekt

Beitrag von Benny »

Sehr schön. In Voraussicht auf mein kommendes Projekt schaue ich mir schon mal wissbegierig diesen Thread an...
Benny

jensenmann
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Re: Amek/TAC Racking Projekt

Beitrag von jensenmann »

Heute basteln wir eine schaltbare, zweite Frequenz zum Bassregler dazu.

Hier ist der Schaltplan. C20 ist verantwortlich für die Frequenz des Shelvingbassfilters. Wir löten einfach den recycleten 0,22uF MKT Kondensator in Reihe mit einem 1x um Schalter und beides dann parallel zu C20. Dadurch lässt sich die Kapazität verdoppeln.
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Das ist der C20 aus dem Schaltplan:
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So verkabeln wir den Schalter mit dem Kondensator. Man beachte den Schrumpfschlauch. Der isoliert elektrisch und schützt mechanisch. Ich habe geschirmte Leitung genommen. Schalterseitig ist der Schirm nicht angeschlossen, platinenseitig geht er auf Masse.
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Hier der Anschluß an die Platine:
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Zuletzt geändert von jensenmann am Mi Mär 25, 2015 11:07 am, insgesamt 3-mal geändert.
Jens

jensenmann
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Re: Amek/TAC Racking Projekt

Beitrag von jensenmann »

Im gleichen Stil basteln wir einen Umschalter für den HF Shelving Filter. C10 im Schaltplan ist der entscheidende Kondensator. In diesem Fall habe ich den 2n2 ausgebaut und stattdessen einen 1nF Styroflex eingebaut, um eine höhere Frequenz zu bekommen. Dazu schalten wir einen zweiten 1nF Styroflex parallel. In den Höhen ist die Bauform des Kondensators klanglich entscheidend. Styroflex ist gut, MKP, FKP, Glimmer auch, während MKT, MKS und Keramik nach meiner Hörerfahrung nicht so super klingt.

Hier der originale C10:
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Hier im Bild ist der neue C10 mit 1nF eingelötet:
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Der Schalter mit dem zweiten 1nF Kondensator:
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Und hier ist der Schalter mit dem Kondensator parallel zu C10 auf der Platine gelötet:
Bild
Jens

MarkusKrippner
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Re: Amek/TAC Racking Projekt

Beitrag von MarkusKrippner »

Hätte große Lust, mir hierzu mal ne hübsche Frontplatte einfallen zu lassen... hab nur momentan sehr wenig Zeit :-(

Trotzdem:
- Gibts da irgendwo irgendwelche Maßzeichnungen von der Platte ?
- Gäbs noch sinnvolle Features, die man einbaun könnte, um die ca. 44cm verfügbaren Platz auf ner 19"-Front vollzukriegen ?
.... vielleicht ne Output-LED-Zeile?

Um eine intuitiv bedienbare 19"-Frontplatte zu gestalten, wird man die Position einiger Potis verändern müssen.
Die senkrechte Pult-typische Anordnung "von oben nach unten" lässt sich nicht 1:1 in eine Logik "von links nach rechts" für 19"-Geräte übernehmen.

Man wird mindestens "Gain" samt zugehörigen Schaltern mit "Aux1 Out" vertauschen müssen... sonst is der EQ "verkehrtrum"

...markus :-)
Alles Vernünftige ist einfach, alles Komplizierte ist überflüssig. (Michail Kalaschnikow)

jensenmann
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Re: Amek/TAC Racking Projekt

Beitrag von jensenmann »

Persönliche Vorlieben kann jeder so verwirklichen, wie er selbst mag. Ich versuche hier nur ein bisschen zu dokumentieren, welche Schritte elektronisch nötig sind, um aus den Platinen ein funktionierendes Gerät zu machen.
Maßzeichnungen gibt es leider nicht.
Zuletzt geändert von jensenmann am Mi Mär 25, 2015 2:14 pm, insgesamt 1-mal geändert.
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jensenmann
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Re: Amek/TAC Racking Projekt

Beitrag von jensenmann »

Hier ein Auszug aus dem EQ-Schaltplan. Die eingezeichnete Option der einstellbaren Güte beider Mittenfilter habe ich mit den Bauteilwerten der Amek Angela auf dem gelben Zettelchen eingezeichnet. Die Platine ist für die Bauteile der Option vorbereitet. Im Gegensatz zur Originaloption habe ich aber eine schaltbare Güte anstatt eines Potis eingebaut. Wer will kann den Schalter weglassen und statt dem 220k Widerstand ein Poti einbauen.
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Hier im Bild habe ich die beiden 12k Widerstände und die beiden 10uF Elkos eingezeichnet:
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12k Widerstände und Elkos eingebaut:
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Für Esoteriker sind hier Bypasskondensatoren parallel zu den Elkos eingebaut. Kann man machen, muß aber nicht unbedingt sein:
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Der 220kOhm Widerstand wird so an den Schalter gelötet:
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Kabel mit an dem Schalter (der besseren Übersicht halber habe ich noch keinen Schrumpfschlauch dran. Der kam aber nach dem Kabel anlöten drüber):
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Beide Schalter an die Platine gelötet:
Bild
Jens

jensenmann
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Re: Amek/TAC Racking Projekt

Beitrag von jensenmann »

Heute wird die schaltbare Phantomspeisung nachgerüstet. Die Monitorversion des Pultes hatte keine Phantomspeisung, da früher grundsätzlich P48 vom FoH Pult geschalten wurde. Die Platine ist aber dafür vorbereitet. Hier erstmal der Schaltplan, nach dem wir basteln wollen.
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Hier sind die Positionen der 6k8 Widerstände auf der Platine eingezeichnet. Die beiden Widerstände müssen mit 0,1% Toleranz gematcht sein.
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Hier sind die Widerstände eingebaut:
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P48 Schalter:
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Hier ist der Schalter fertig gebastelt. Die beiden Kabel habe ich mit einem Kabelbinder am Elko fixiert. Das weiße Kabel ist die 48V Zuleitung vom Netzteil.
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So wird das Kabel des P48 Schalters an die Platine gelötet:
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Jens

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